Erfolge Deutscher Sportpferde April 2018

Lanaken BEL

Beim internationalen Reit- und Springturnier auf dem Gestüt Zangersheide im belgischen Lanaken ging das Ehepaar Kölz an den Start. Der größte Erfolg von Ellen Kölz war der zweite Platz im Finale der mittleren Tour (Hindernisse bis 1,45 m Höhe) mit Landfee Z, der von Christine Zeibig in Kleinröhrsdorf gezogenen Lewinski – Tochter aus einer Erfolg - Mutter. Zuvor platzierte sich das Paar in einem Zwei-Phasen-Springen der Tour. Michael Kölz wurde in einem 1,45 m Springen mit Anpowikapi v. Askari - Raphael (Zü.: Michael Beindorf, Beutersitz) Elfter. Ebenfalls in die Platzierung sprang Andreas Kreuzer in einem 1,40 m Zwei-Phasen-Springen mit Montendro, einem neunjährigen DSP Hengst von Monte Bellini - Carismo aus der Zucht von Lutz Knoop. Am Start war außerdem Sachsens Ausnahmetalent Marvin Jüngel. Mit der DSP Stute Diadem, einer erst siebenjährigen Casdorff - Dinglinger-Tochter aus familieneigener Zucht (Zü.: ZG Starke & Jüngel, Schönteichen) setzte sich der erst 16-jährige Marvin überraschend in einem 1,25 m Zwei-Phasen-Springen mit sehr gut besetztem Teilnehmerfeld (68 weitere Reiter-Pferd-Paare) mit über einer Sekunde Vorsprung durch. Am Samstag bestätigten die Beiden ihre tolle Form und belegten Rang zwei in einem Springen der Ein-Sterne-Tour. In einem CSI3* 1,25 m siegte Marvin Jüngel mit der in BBG-Anhalt gezogenen DSP-Stute Chica Tania v. Cellestial x Con Capitol (Zü.: Anja Bartels) überlegen mit einem Null-Fehler-Ritt und der schnellsten Zeit. Im Sattel von Chipsy, einer Cardenio – Montezuma- Tochter aus der Zucht von Burkhard Morche, platzierte er sich in einem Springen für Reiter unter 25 Jahren.

Magna Racino AUT

Nach einem erfolgreich verlaufenen Saisonauftakt in Stadl-Paura ging es für Astrid Neumeyr und Rodriguez v. Rubinstern Noir – Gaspari II (Zü.: Günther Jacobs, Sandbeiendorf) vom 23. bis 25. März mit dem
Drei-Sterne-Event im Magna Racino weiter. Das Turnier stand unter einem erfolgreichen Stern und brachte den beiden mit zwei dritten Plätzen die ersten internationalen Platzierungen der neuen Saison.

Dortmund GER

Mit zwei fulminanten Runden in Umlauf und Stechen gewann DSP Cashmoaker im März den Großen Preis in Dortmund. Denis Nielsen und der Calido I Sohn (MV: Lafitte, Zü: Frank Timmreck) waren das Maß der Dinge in den Dortmunder Westfalenhallen. Mit einer blitzsauberen Runde im Umlauf und einem sehr schnellen und fehlerfreien Stechen siegte das Paar souverän.

Pratoni ITA

DSP an erster Front des CIC3* im italienischen Pratoni - fischerRocana FST und Michael Jung starten mit einem Sieg in die neue Saison. Die bei Mirko Glotz in Schönberg gezogene Ituango xx –Tochter gab nach toller Dressur (40,1) die Führung nicht mehr ab.

Paris FRA

Die erfolgreiche DSP-Springstute H&M Legend of Love ging zum Weltcupfinale in Paris am Start. In der zweiten Qualifikation (CSI5* 1,60 m mit Stechen) zum Weltcup-Finale erreichte die Landzauber - Corgraf-
Tochter Platz vier. Am Sonntag wurde die Schimmelstute aus der Zucht von Wolfgang Golibrzuch aus der Oberlausitz unter Olivier Philippaerts hervorragende Fünfte im Weltcup-Finale.

Strzegom POL

Schimmelwallach Space Jet v. Kolibri, Mutter von Pablo-Pilot, wurde im Drei-Sterne-CIC im polnischen Strzegom Fünfter. Rundum zufrieden dürfte seine Reiterin Margit Appelt (Österreich) gewesen sein. Im August des Vorjahres war sie mit ihrem 14 Jahre alten DSP-Wallach bei den Europameisterschaften hier in Strzegom auf Platz 52 gelandet. Diesmal lief’s deutlich besser. Auf den zehnten Platz in der Dressur (39,80) folgte eine sehenswerte Aufholjagd: Das sechstbeste Ergebnis im Gelände und eine souveräne Nullrunde im Parcours bedeuteten schließlich Rang fünf in dieser stark besetzten Prüfung. Katharina Grupen belegte im Sattel des Trakehners Royal Favorit v. Harlem Go – Gipsy King (Zü.: Trakehner Gestüt Elbersdorf) Rang acht im CCI**.

Wellington USA

Jennifer Gates wurde in Wellington auf Luftikus S Dritte in einem 1.40 m Springen mit Zwei Phasen. Die 21-jährige Tochter von Bill Gates und ihr 14-jähriger Schimmelwallach von Levisto – Kolibri (Z.: ZG Bernd Schiele, Kunow) blieben fehlerfrei.

Damaskus SYR

Der Syrer Shady Ghrayeb belegte Ende April beim Reitturnier in Damaskus Rang vier in einem 1,25 m Zwei-Phasen-Springen und wurde Fünfter im Zwei-Sterne-Springen. Sein Pferd Cellestina ist eine 2008 geborene Schimmelstute v. Cellestial – Julio Mariner xx aus der Zucht von Meinhard Nitzow.

Keysoe GBR

Die 20-jährige Chinesin Sarah Rao wurde im britischen Keysoe mit ihrem Pferd Waldessarini, einem Wolkentanz II – Donnerhall – Nachkommen aus der Zucht des Gestütes Horstfelde, Dritter im Prix St. Georges.

Zeeland NED

DSP Fierro v. Fürst Wettin – Eskadron (Zü.: Häusliche Krankenpflege, Vierlinden) und Linda Erbe wurden mit über 75 Prozent in einer Kür für Junioren im niederländischen Zeeland tolle Zweite. Auch in dervorangegangenen Prüfung mit internationaler Beteiligung landet das Paar auf Rang zwei.


 

 

WM junger Fahrpferde: Drei Weltmeister aus Deutschland - Zwei Titel für Sachsen-Thüringen

Da Vincy in der DressurDa Vincy im GeländeTara in der DressurTara im GeländeFST Laurin in der DressurFST LaurinTito v. HedegaardEfando P

Da Vincy, Fortino und Enfado P vorn

Mezöhegyes/HUN (fn-press). Was für ein Erfolg! Die deutschen Pferde errangen bei den Weltmeisterschaften junger Fahrpferde im ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes drei Mal Gold, zwei Mal Silber und zahlreiche weitere Top-Platzierungen. Weltmeister der Siebenjährigen wurde Enfado P mit Jovanca Marie Kessler, bei den Sechsjährigen ging der Sieg an Fortino und Marie Tischer, bei den Fünfjährigen standen Da Vincy und Bettina Winkler an der Spitze. Insgesamt 14 deutsche Nachwuchspferde hatten die weite Fahrt in den äußersten Südosten der ungarischen Tiefebene angetreten.
Fünfjährige Pferde

Von den DKB-Bundeschampionaten zu WM-Gold, das gilt auch für Da Vincy (Deutsches Sportpferd von Decurio-Rich Charly I; Züchter: Strauß und Winkler GbR, Greiz). Mit seiner Fahrerin Bettina Winkler (Greiz) gewann der Braune 2016 in Warendorf und holte sich nun WM-Gold. Erstmals mussten auch die Fünfjährigen in einem Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen (allerdings ohne Wasserdurchfahrt) antreten. Bettina Winkler und Da Vincy hatten aus der Dressur eine 8,0 mitgebracht, in der zweiten Prüfung erzielten sie die Wertnote 7,8. WM-Silber gewannen die Dressursieger (8,08) und amtierenden Bundeschampions der Schweren Warmblüter, Tara (Sachsen-Thüringen von Epilog-Lord Brown I, aus der Zucht von Christiane Herzberg-Kaufung, Kirchworbis) und Karl-Heinz Finkler (Gardelegen) mit 15,68 Punkten. Bronze holten sich der Luxemburger Franz Schiltz und San Remo Royal (Westfale von Sir Donnerhall I-Dresemann; Züchter Adolf-Theo Schurf, Bedburg). Auf Platz vier folgte erneut Bettina Winkler, dieses Mal an den Leinen von Fee (Elbcapitän – Lordano, Züchter: Sandro Hauß, Herzberg), Lars Krüger (Grumbach) und FST Laurin (Ellington – Elixier, Züchter: Helga Wendt, Brauna) wurden Fünfte und Finkler belegte auch noch Platz sechs mit Tito Hedegaard.

Sechsjährige Pferde

Vor einer Woche noch Zweite bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf, fuhr die erst 19-jährige Marie Tischer (Neu-Isenburg) ihre beiden Pferde Fortino und Sky-Dweller bei der WM zu Gold und Silber. „Dass gerade die beiden Jungen Fahrerinnen Marie und Jovanca hier so erfolgreich waren, zeigt wie immens wichtig die Erfahrungen aus nationalen und internationalen Nachwuchswettbewerben sind“, sagte Lauterbach. „Bei einem Championat in einem Kegelparcours zu fahren, ist schon etwas Besonderes und verlangt gute Nerven. Das klappt nur, wenn man mit solch einer Atmosphäre und Anspannung vertraut ist“. Marie Tischer (wie Kessler mit Medaillen bei der Nachwuchs-EM dekoriert) war es: Im Kombinierten Hindernisfahren erzielte sie mit Fortino (Deutsches Sportpferd von Fidertanz-De Niro; Züchter: Andreas Ohar, Weimar) die Wertnote 9,0 und gewann mit insgesamt 16,57 Punkten das Finale. Mit Vize-Bundeschampion Sky-Dweller (Trakehner von Hirtentanz-Herzruf; Züchterin: Simone Bell, Wiesbaum) hatte die 19-jährige die Dressur gewonnen und kam am Ende auf 14,71 Punkte. Bronze ging an die in Schlesien gezogene Stute Rebella und Bartlomiej Kwiatek (POL). Fünfte wurden Andreas Lannig (Hettstadt) und Dante.

Siebenjährige Pferde

Zum dritten Mal war das ungarische Staatsgestüt Gastgeber dieses internationalen Championats. Für Enfado P, Sächs.-Thür. Schweres Warmblut von Excellent P-Ginelli P (Züchter Gerd Pohlers, Reinholdshain) und Jovanca Marie Kessler (21, Friedewald) ein vertrautes „Pflaster“, waren die Beiden an gleicher Stelle doch schon 2015 Weltmeister und 2016 Vize-Weltmeister geworden. In diesem Jahr nun wieder der Sprung auf das oberste Treppchen. Schon die Dressur hatte das Paar – einzige deutsche Starter im Feld der Siebenjährigen – souverän mit der Wertnote 8,14 gewonnen. Im Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen und einer Wasserdurchfahrt legten die Beiden noch „einen drauf“: 9,30 lautete hier das Ergebnis, 17,44 das Endergebnis. Silber ging mit 15,60 Punkten an den Lipizzaner Conversano Csaldo (Fahrer Vinzenz Dobretsberger/AUT), Bronze an den in Schlesien gezogenen Hengst Eter und Weronika Kwiatek (POL). „Jovanca ist beide Prüfungen ganz hervorragend gefahren“, lobte Bundestrainer Dieter Lauterbach (Dillenburg). „Im Kombinierten Hindernisfahren lag keine Wertnote unter 9,0, es gab sogar die Traumnote 10.“

„Alle deutschen Pferde sind in das Finale eingezogen“, freute sich Lauterbach. „Das deutsche Ausbildungssystem trägt auch im Fahrsport Früchte“. Der Coach war rundum zufrieden: „Herausragende Ergebnisse, tolle Stimmung im Team, ein sehr schöner Veranstaltungsort mit Top-Bedingungen und strahlender Sonnenschein bei 29 Grad!“ FN/bsp