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Dienstag, 07. September 2010

4. Süddeutsche Elitefohlenauktion am 24. Juli 2010 in Nördlingen mit einem soliden Ergebnis

Für 16.000 Euro nach Baden-Württemberg: Hengstfohlen von Sir Donnerhall I - Fürst Heinrich, Züchter: Steffen Jahn, Wolfersdorf
Für 16.000 Euro nach Baden-Württemberg: Hengstfohlen von Sir Donnerhall I - Fürst Heinrich, Züchter: Steffen Jahn, Wolfersdorf

Zum nunmehr vierten Mal wurde im Rahmen des Scharlachrennens und CSI im bayerischen Nördlingen die Süddeutsche Elitefohlenauktion durchgeführt. Aufgrund der wirtschaftlich nach wie vor angespannten Lage und der Tatsache, dass sich zehn Fohlen mehr im Lot befanden als in den Vorjahren war der Ausgang der Auktion keineswegs sicher. Die Vermarkter rund um das Team von Jacob Schmid und seinem Nachfolger Thomas Münch arbeiteten aber unermüdlich mit und an den Kunden, so dass solides Ergebnis erzielt wurde. Die 66 angebotenen Fohlen erzielten einen Durchschnittspreis von 6.157 Euro und einem Umsatz von 406.400 Euro. Dieser ordentliche Durchschnittspreis kam nicht durch einzelne „Ausreißer“ nach oben zustande, sondern durch eine ausgeglichene Preisstruktur. So erzielten sieben Fohlen Preise zwischen 10.000 und 20.000 Euro, weitere 36 im Bereich zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Den Spitzenpreis erzielte mit 20.000 Euro ein fuchsfarbenes bayerisches Hengstfohlen vom Jazz-Sohn Boston aus einer Abanos-Mutter. Käufer war eine Gruppe von Aufzüchtern aus Baden-Württemberg, die neben den überdurchschnittlichen Bewegungsabläufen des Fohlens vor allem auch das interessante Pedigree zu schätzen wussten. Das teuerste Stutfohlen trug ebenfall die schöne Fuchsfarbe: für 17.000 Euro sicherte sich ein Dressurstall aus Baden-Württemberg eine Tochter des Quaterback, gezogen von David Bahnemann aus dem brandenburgischen Schönwalde.

Auch die Aussteller aus Sachsen-Thüringen konnten zufrieden sein. Allen voran Steffen Jahn aus Wolfersdorf, der für sein Hengstfohlen von Sir Donnerhall I/Fürst Heinrich den Zuschlag bei 16.000 Euro erhielt. Familie Hassmann aus Lienen ist Stammgast in Nördlingen. Reinhard Hassmann sicherte sich gleich zwei Deutsche Sportpferde für seine Söhne Felix und Toni: für 5.000 Euro das Blue Balou-Cornet Obolensky-Fohlen und für 5.200 Euro das Casdorff-Kolibri-Fohlen. Zwei typ- und bewegungsstarke Nachkommen des Fürst Wettin wechselten für jeweils 7.500 Euro den Besitzer. Ein sehr schicker Hengst von Contenaro-Acord II wird seinen Hafer zukünftig bei einem renommierten Hengstaufzüchter in Schleswig-Holstein fressen. Er kostete 6.500 Euro. Die beiden Hengstfohlen aus dem ersten Jahrgang von Colestus waren mit 5.500 und 6.000 Euro gut bezahlt. Mit 5.500 Euro erzielte auch die schicke Landrover-Corleone-Tochter einen guten Preis. Lediglich zwei der 15 Fohlen aus Sachsen-Thüringen wurden von ihren Besitzern zurück ersteigert. Ein qualitätvolles Württemberger Stutfohlen von Don Diamond – Dornenkönig wurde in einen Stall nach Thüringen verkauft und soll die dortige Zucht beflügeln.